Mein Jahr in Peru

Cajamarca, 14.07.2009

 

Hallo ihr Lieben,

hier bin ich wieder und trotz der Kälte, die in den vergangenen Tagen herrscht geht es uns allen gut.

Eine kurze Neuigkeit, die ich habe ist, dass in Teilen von Peru und auch hier in Cajamarca die Schweinegrippe aufgetreten ist und aufgrund dessen die Schulen gesperrt werden müssen. Somit wurden die Sommerferien um 2 Wochen vorgezogen und die KInder werden nach Hause geschickt zu ihren Familien. Hier sind nämlich 4 Todesfälle aufgetreten, aber uns Freiwilligen geht es gut und noch keiner hat die Grippe.

Ich halte euch auf dem Laufenden was noch so passieren wird.

Bis bald eure magda

Seit langem wieder Lebenszeichen

  Cajamarca, 20.06.2009

 

Es ist schon ziemlich lange her, dass ich mich gemeldet habe...die Zeit vergeht im Flug und so habe ich es versäumt meine Freunde auf dieser Webseite über das Geschehene auf dem Laufen zu halten.

In den vergangenen Monaten ist viel geschehen und es hat sich auch viel geändert.

Die Kinder sind alle aus ihren Ferien wiedergekommen und so hat der Alltag wieder begonnen. Ich habe als neue Aufgabe die Hausaufgabenbetreuung übernommen und betreue die Kinder jeden Tag. Auch habe ich mich mehr auf die Taubstrummen konzentriert und mache jeden Abend nach der Pflege mit ihnen Sprachübungen- nach einem Monat hört man auch schon die ersten Erfolge...

Auch haben wir ein neues Projekt ins Leben gerufen- jeden Dienstag kochen wir mit den Kindern und bereiten verschiedene Salate, Süßspeisen und auch landestypische Gerichte zu....das macht den Kindern einen heiden Spaß.

 

Im vergangenen Monat war auch Christa zu Besuch in Deutschland und hat sich mit unseren Partnerorganisationen getroffen.

Im Mai habe ich mir auch eine Woche frei genommen und bin mit Jenny nach Pucallpa in den Regenwald gefahren. Das war ein richtig kleines Abenteur, da wir  4 Tage auf dem Boot waren und die verschiedensten Tiere gesehen und im Regenwald geschlafen haben. Eines Abends sind wir auch auf Krokodiljagd gegangen und haben auch tatsächlich eins gesehen, wir hatten sogar die Möglichkeitr es in unseren Händen zu halten, schon echt nervenkitzel.

Auch haben wir Piranhas geangelt und gegessen, sind im Fluss schwimmen gewesen, haben uns bei unserer Wanderung ein wenig im Regenwald verirrt, aber zum Glück den richtigen Weg gefunden.

Es waren 4 unvergessliche Tage, die traumhaft hätten seien können, wenn es keine Moskitos gegeben hätte, die uns zerstochen haben.

 

Nach dem kleinen Abenteuer ging es dann wieder in den Alltag zurück .

 

Ein großes und spannendes Thema, das die Bevölkerung in Peru betrifft, sind die Kämpfe im Regenwald um Iquitos. Denn die Regierung von Peru hat Land aufgekauft, dass dem Stamm der Aguarunu gehört. Dieses Land soll ihnen  nicht mehr zur Verfügung stehen, jedoch benötigen sie das zum Überleben. Daraufhimn hat der Stamm eine Demonstration gestartet und die Regierung hat Polizisten geschickt, die mit Pfeil und Bogen beschossen worden. Über die Zahl der Toten und Verletzten ist nichts bekannt, aber die medizinische Versorgung kritisch.  Daran kann man sehen wie kritisch die Situation vor Ort ist und wie schwer es ist eine Lösung zu finden. Jedoch ist zu sehen, dass die Bevölkerung hinter den Indianern steht.

 

Jetzt ist auch so langsam die Endphase meines Auslandsjahres gekommen. Jenny ist die Erste, die wieder nach Deutschland geht .Auch ich habe mich in den letzten Wochen dabei ertappt oft an zu Huase zu denken.

In den vergangenen 10 Monaten habe ich so viel erlebt, erfahren und durchgemacht, dass Cajamarca wie meine zweite Heimat geworden ist. Ich kenne hier viele Leute mit denen ich was unternehmen kann, habe 4 ganz tolle Freunde, die wie meine Familie sind und ich habe eine Arbeit gefunden, die mir richtig Spaß macht und die ich geniesse.

Jedoch kreisen meine Gedanken zur Zeit immer wieder um Deutschland. Es kommen große Fragen auf wie : was mache ich nach dem Jahr? Wo will ich studieren? Wie wird es wieder sein in Deutschland zu leben?

All diese Fragen schwirren umher, aber das soll jetzt keinesfalls heißen, dass ich die letzten 2 Monate nicht genießen werde.

Ich freue mich so langsam alles für meinen Abschied vorzubereiten und ich werde erst realisieren, dass es nun endgültig vorbei ist, wenn ich im Flieger Richtung Frankfurt sitze.

 

Bis dahin habe ich noch ein wenig Zeit und ich freu mich  auf ein Wiedersehen im August.

Viele liebe Grüße eure Magdalena

Ostern steht vor der Tür

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Dienstag, 07.04.2009

Seit langer Zeit habe ich wieder ein wenig Zeit gefunden um euch von den Geschenissen in Peru zu berichten.

Nach meiner Reise habe ich wieder mit meiner Arbeit begonnen, leider ist es in diesem Land nicht sehr typisch pünktlich zu sein... Das hat für uns bedeutet, dass die Arbeit sehr langsam vorangekommen ist, da über die Hälfte der Kinder 3 bis 4 Wochen benötigt haben, um den Weg zur Schule zu finden. Aber mitlerweile sind fast alle Kinder im Heim und ein geregelter Alltag kann wieder stattfinden.

Wir haben verschiedene Projekte mit den Kindern gemacht unter anderem haben wir gekocht und gebacken und es hat ihnen sehr viel Freude bereitet. Auch haben wir begonnen das alte Lernzimmer im Heim zu renovieren. Erstmal haben wir die Wände in hellen, freundlchen Farben gestrichen und einen Teppich verlegt. Dies war richtig Arbeit , aber das Resultat kann sich sehen lassen. Denn dieser Raum soll ein "Snoosel-Raum" für unsere Multis werden, jedoch ist er noch nicht fertig, aber die Grundsteine sind gelegt und er  wird in den nächsten wochen auch fertiggestellt werden.

Ansosnten gibt es hier ncht sehr viel Neues, außer, dass ich vergangene Woche erneut ausreisen musste und so die Möglichkeit hatte Ecuador ein wenig zu erkunden. Dies war auch das letzte Mal und darüber bin ich auch sehr froh, da das lange Busfahren sehr ermüdend ist.

 

Ostern steht vor der Tür und auch dies wird hier in Peru groß gefeiert, auch haben wir dadurch ein verlängertes Wochenende und werden an die Küste fahren, um ein bisschen zu entspannen.

 

Ich wünsch euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest und alles Gute.

Ich freu mich auch immer über Neuigkeiten aus Deutschland...

 

Viele liebe Grüße aus Cajamarca Eure Magdalena

 

Dienstag, 09.12.2008

 

Seit langer Zeit habe ich mich nicht mehr gemeldet, dies liegt jedoch daran, dass ich in der letzten Zeit sehr viel zu tun hatte.

Ende November ist mein Visum abgelaufen und ich musste für 24 Stunden das Land verlassen, um bei einer Einreise ein neues Visum für 90 Tage zu bekommen.

Am Wochenende zuvor bin ich mit meinen Freunden nach Chiclayo an den Strand gefahren , um ein bisschen zu entspannen und Sonne zu tanken. Es war ein sehr schönes und erlebnisreiches Wochenende.

Sonntagabend habe ich mich mit Tim auf den Weg nach Ecuador gemacht und bin erst mal nach Piura gefahrne und wurde dort ausgestempelt. 8 Stunden später sind wir dann endlich in Machalla in Ecuador angekommen und haben uns auf der Suche nach einem Hotel gemacht und sind dann in einer kleinen Absteige untergekommen, aber für die eine Nacht hat es gereicht.

Da wir in den frühen Morgenstunden angekommen waren , haben wir uns gleich auf den Weg nach Jambeli, einer Insel vor Machalla  gemacht. Der Strand war wunderschön und keine Menschenseele war da. Interessanterweise haben wir auf dem Weg nach Jambeli 2 deutsche Voluntario kennen gelernt und mit ihnen unsere Erfahrungen in den vergangene 3 Monaten gemacht.

Am Mittag wurde es dann richtig heiß und wir alle haben uns megadoll verbrannt...

Das Meer war richtig warm und richtig toll, am späten Mittag haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind dann abends noch gemeinsam was essen gegangen. Im Pingüino einem schönen Lokal in Machalla habe ich dann seit langem wieder eine richtig leckere Pizza gegessen und dabei gemerkt wie sehr mir doch manche Gerichte fehlen...

Am nächsten Morgen haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind auch sehr gut über die Grenze gekommen, obwohl einige Zwischenstops und Planänderungen die Fahrt etwas abenteuerlustig gestaltet haben.

Aber wir sind ja in Peru und da muss man sich auf einige Änderungen gefasst machen. In Piura hat man uns dann eröffnet, dass die Strasse nach Cajamarca nicht passierbar ist und dass sie leider auch nicht wissen wie lange die Strasse noch gesperrt sei.

Wir sind dann erst mal nach Chiclayo gefahren und haben die Nacht bei Freunden geschlafen.

Die Familie war mega nett und hat uns richtig gut versorgt und uns auch die Möglichkeit gegeben sogar noch eine Nacht bei ihnen zu schlafen, weil die Strasse immer noch gesperrt war. Dabei haben wir auch die peruanische Gastfreundschaft kennen gelernt und das heißt, dass man alle Familienmitglieder kennen lernen muss und ihnen auch nichts abschlagen darf, denn ansonsten sind sie gekränkt.

Da die Familie so lieb war, war es auch schwer ihnen etwas abschlagen zu können.

Am Donnerstagnachmittag haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und wir hatten das Gefühl, dass die Familie uns nicht gehen lassen wollte. Ich bin mir auch sicher, dass ich die Familie im nächsten Jahr auch öfters besuchen werde.

 

Am Wochenende wurden dann noch einige Vorbereitungen für die große Exposition der Schule gemacht. Viele Plätzchen und Lebkuchenhäuser wurden mit richtig viel Zuckerguss und Süßigkeiten dekoriert, damit es auch mit den anderen kitschigen Sachen schritt halten kann.

Am Montag war dann die feierliche Eröffnung der Ausstellung mit Nationalhymne und vieln Weihnachtsliedern. Die ganze Woche haben wir uns in kleinen Gruppen eingeteilt und auf der Strasse Werbung gemacht, dass viele Peruaner die Ausstellung besuchen. Nachmittags haben wir Waffeln und Glühwein verkauft und das ist auch sehr gut angekommen.

Leider wurden wir auch von einigen Passanten fotografiert oder auch gefilmt, aber daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Diese Woche war auch mega anstrengend , aber es hat richtig viel Spaß gemacht und ich habe auch viel dazugelernt.

Auch mit den Kindern im Heim haben wir die Ausstellung besucht und ihnen eine große Freude gemacht, denn die Kinder kommen auch viel zu selten aus dem Haus...aber daran lässt sich leider nichts ändern, denn die Madres im Heim werfen ganz oft Steine in den Weg.

Mittwoch 10.12.2008

 

Heute im Heim habe ich was erlebt was ich vorher noch nie so extrem erlebt habe. Die reichen Frauen von Cajamarca, die sich durch ihr Benehmen und Aussehen von den anderen einfachen Leuten deutlich abheben haben heute ihren Wohltätigkeitstag im Heim abgezogen.

Zuvor mussten alle Kinder das komplette Heim saubermachen und sich die teuren Trainingsanzüge anziehen, die sie das vergangene Jahr geschenkt bekommen haben tragen.

Alles musste perfekt sein, denn die Frauen haben für die Kinder Weihnachtsgeschenke mitgebracht und wurden richtig feierlich erwartet.

Die Frauen haben neben einer gigantischen, mega süßen Torte noch weitere Süßigkeiten mitgebracht und auch ein großes Festprogramm. Ein Animationsteam hat für Stimmung gesorgt und 9 gigantische Maskotchen haben die ganzen Kinder beschäftigt und Spiele gemacht. Es war total laut und ein riesiges durcheinander was von den reichen Damen aufgezogen worden ist.

Ich finde es ja gut, dass den Kindern Geschenke gemacht werden, aber es war nicht besonders toll zu sehen, dass die Frauen mit den Kindern garncihts zu tun haben und sie die Kinder auch gar nicht kennen oder kennen lernen möchten. Auch wird den Frauen auch das perfekte geordnete Leben nur vorgegaukelt und eine heile Welt signalisiert, die gar nicht existiert.... 

Ich arbeite schon lange genug im Heim um dieses Spiel zu durchschauen. Es gab schon einmal eine Veranstaltung als die Kinder neue Rollstühle vom Rotary-Club bekommen haben. Die Kinder saßen die ganze Zeit in den ältesten Stühlen und vor den reichen Leuten wurde so gebettelt und gekuscht, dass die auch weiterhin spenden und den Geldhahn offen lassen...so was habe ich vorher noch nie gesehen und war entsetzt.

Aber dieses Verhalten scheint hier öfters zu sein und die Masche scheint auch schon über Jahre zu funktionieren.

Ich hoffe echt, dass sich das Ändert, denn dieses förmliche Getue ist nur aufgesetzt und meiner Meinung nicht richtig.

Ich bin mal gespannt wie das noch weitergeht....

Bis bald eure Magda

 

 

 

 

 

leckere Kekseleckere Kekse

Hallo Ihr Lieben,

in 4 Tagen ist Weihnachten und ich werde dieses Jahr das erste Mal ohne meine Familie in einem anderen Land Weihnachten feiern. Das wird fuer mich eine neue Erfahrung werden.

Auch hier in Cajamarca beginnen fleissig die Vorbereitungen fuer Weihnachten und ganz viel Paneton, vergleichbar mit unserem Stollen , mit Schokolade wird eingekauft. Jedoch ist es hier sehr warm und schwuel, da kommt so richtig die Weihnachtsstimmung nicht auf.

Dennoch werden wr mit ein paar Kindern im Heim und mit unserer Chefin Christa Weihnachten feiern und auch in der Wg wird ein richtig schoenes Weihnachtsfest gefeiert.

Nach Weihnachten und Silvester bin ich mit Freunden auf Reisen und werde mich deshalb erst im Maerz melden!!

 

Ich wuensche euch Allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009!!!

 

Vielen Dank fuer euer Interesse und Anteilnahme.

 

Viele liebe Gruesse nach Deutschland eure Magdalena